Der Blick hinter die Fassade: Mein Praktikum in der Schwind Produktionsabteilung

Wie ein Student aus Indien die Arbeitswelt bei Schwind erlebt

Mein Name ist Rishabh Jain. Ich komme aus Indien und ich schließe dieses Jahr mein Studium der Fertigungstechnik an der BITS Pilani, Indien, ab.

Hr. Jain an seinem Schreibtisch in der Schwind Produktion

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Praktikum in Deutschland zu machen? Und warum haben Sie sich für Schwind entschieden? Welche Voraussetzungen mussten Sie erfüllen (Visum, Arbeitserlaubnis etc.)?

Meine Hochschule hat ein Programm, bei dem die Studenten in ihrem letzten Jahr ein sechsmonatiges Praktikum absolvieren müssen. Da dies mein erster Kontakt mit dem industriellen Bereich für einen so langen Zeitraum sein würde, wollte ich meine praktische Erfahrung bei den Meistern der industriellen Produktion sammeln. Und so war Deutschland die erste Wahl, die Hersteller hier sind weltweit bekannt für ihre technische Präzision und Arbeitskultur. Ich hatte bereits Erfahrungen in der Fertigungsindustrie in Indien, aber Schwind war in einem ganz anderen Bereich als das, was ich kennengelernt hatte. Als einer der erfolgreichsten in diesem Feld war Schwind für mich auch die beste Wahl. Das Standard VISA hat für meinen Aufenthalt hier leider nicht ausgereicht, daher musste eine Arbeitserlaubnis beantragt werden. Die Personalabteilung von Schwind war dabei sehr hilfsbereit und hat mich toll unterstützt.

Wie waren die ersten Tage hier? Was hat Ihnen gefallen und was war besonders schwierig, bei der Arbeit und generell in Deutschland? Was war besonders spannend?

Nun, ich war vorher bereits als Tourist in Europa, aber hier zu leben bedeutet eine große Veränderung. Aber eine willkommene Veränderung. Fast alles ist anders, die Kultur, das Essen, der öffentliche Nahverkehr. Mann kann es sich hier genauso gut wie in einer neuen Welt vorstellen. Das treibt einen aus seiner Komfortzone, aber um es auszugleichen, hatte ich fantastische Kollegen bei Schwind, die mir das Gefühl gegeben haben, als würde ich hierher gehören. Die ersten 10-15 Tage waren ein wenig schwierig, doch mit der Zeit wurde es einfacher. In Bezug auf meine Arbeit gab es keinen besonders schwierigen Teil, da sich alle besondere Mühe gegeben haben, damit ich alles verstehe und hier arbeiten kann. Für mich war besonders spannend, dass die Lean-Methode relativ neu bei Schwind angewendet wird, so dass es noch möglich war dabei Impulse geben, was es zusammen mit den Vorteilen und den zu überwindenden Hindernissen zu einem einzigartigen Erlebnis gemacht hat.

Was haben Sie bei Schwind gelernt? Welche Aufgaben hatten Sie während Ihres Praktikums?

Meine Tätigkeit bestand darin, Lean mit neuen Ideen und Aktivitäten im Zusammenhang mit Lean Manufacturing einzuführen. Zusammenfassend ging es darum, die Effizienz der Produktionsprozesse zu verbessern. Dabei habe ich vielschichtige Erfahrungen gesammelt. Ausgehend von den technischen Aspekten, den Führungsstilen, der Aufteilung der Arbeit, der Art und Weise, wie man die Arbeit Schritt für Schritt vorantreibt, bis hin zur berühmten Arbeitskultur, die hier natürlich eine Kombination aus vielen Dingen ist, sind das die Highlights, die ich während meines Praktikums erlebt habe. Erfahrungen, die ich definitiv nicht missen möchte und die ich bei meiner zukünftigen Arbeit einbringen möchte, sind die gute und stressfreie Atmosphäre und die Genügsamkeit. Ich habe hier vielleicht nicht mit mehr als 10 Kollegen pro Tag gearbeitet, aber ich wurde jeden Tag von mehr als 30 Leuten begrüßt. Dieser freundliche Umgang motiviert bei der Arbeit und sorgt jeden Tag für Höchstleistungen. Ungeachtet der Arbeitsbelastung, waren die Mitarbeiter immer freundlich und nahmen sich Zeit für die Anliegen der einzelnen Teammitglieder. Ich möchte hier besonders erwähnen, dass der Leiter der Produktionsabteilung, der sehr beschäftigst ist und jeden Tag viele Stunden arbeitet, trotzdem immer ein offenes Ohr für jede meiner Ideen hatte, genauso wie der stellvertretende Produktionsleiter. Sogar der COO, der wiederum täglich von vielen Menschen im gesamten Unternehmen aufgesucht wird, nahm sich trotz seines vollen Terminkalenders Zeit, um meinen Ideen, den Ideen eines Praktikanten, zuzuhören. Das zeigt nur, wie sehr die Mitarbeiter hier geschätzt werden. Ich denke, das ist es, was Schwind so großartig macht. Wenn Sie so engagierte und leidenschaftliche Menschen in Ihrem Team haben, werden Sie sicher erfolgreich sein.

Praktikum in der Schwind Produktion

Was haben Sie in Ihrer Freizeit gemacht? Haben Sie neue Freunde gefunden?

In meiner Freizeit, meist an den Wochenenden, habe ich kurze Roadtrips in verschiedene Nachbarländer gemacht. Dies an sich war eine lustige und lohnende Erfahrung, denn ich konnte von Menschen aus verschiedenen Kulturen und Überzeugungen lernen. Und Europa ist atemberaubende schön! Was Freunde betrifft, ja, ich habe hier ein paar tolle Freunde gefunden, die wunderbare Menschen sind!

Was halten Sie von deutschem Essen? Haben die Deutschen Eigenschaften, die Sie neugierig, lustig oder bewundernswert finden?

Ich bin Vegetarier und von den vielfältigen Gerichten, die ich hier essen konnte, hat mich keines enttäuscht. Wraps und Falafel mag ich besonders gern. Auf meiner Liste der bewundernswerten Qualitäten steht die fürsorgliche und hilfsbereite Art der Menschen in Deutschland ganz oben. Von meinem ersten Tag in Deutschland, an dem mir eine zufällig vorbeikommende Dame am Bahnhof geholfen hat, bis hin zu meinen Kollegen in Marketing und Produktion, die mir bei allen Fragen geholfen haben - von der Suche nach einer geeigneten Wohnung bis hin zu Vorschlägen für Ausflugsziele, hat mich das von Anfang an begeistert. Ich wünschte, diese Eigenschäften wären überall vertreten! Durch die kulturellen Unterschiede habe ich eine lustige Situation erlebt. In Indien ist es allgemein üblich, dass man als Zeichen des Respekts aufsteht, wenn eine Person, die älter ist als man selbst, wenn diese Person mit einem spricht und auch steht. In Deutschland ist das nicht so. Meinen älteren Kollegen habe ich damit 2-3 mal etwas aus dem Konzept gebacht, da ich jedes Mal, wenn jemand zu mir kam, um mit mir zu sprechen, aufgestanden bin. Dann erzählte mir ein Kollege schmunzelnd, dass das in Deutschland nicht üblich ist und danach habe ich mich an die deutschen Gepflogenheiten angepasst.

Was haben Sie am meisten vermisst, als Sie hier waren? Was werden Sie vermissen, wenn Sie wieder in Indien sind?

Zuallererst meine Familie, dann das Essen! Was mir am meisten fehlen wird, ist die Schwind Familie, die ich jetzt hier habe. Es erstaunt mich in so kurzer Zeit so starke Bindungen zu meinen Kollegen hier aufgebaut zu haben. Sie werden mir sehr fehlen.

Wie wollen Sie Ihre Karriere fortsetzen? Möchten Sie in der Augenheilkunde arbeiten?

Ich werde nach meiner Rückkehr nach Indien in mein Familienunternehmen einsteigen, gefolgt von einem MBA in der Zukunft. Der Bereich Augenheilkunde ist mir zwar inzwischen vertraut, unterscheidet sich aber immer noch von meinem eigentlichen Arbeitsgebiet. Aber sicher, wenn es sich ergibt, würde ich gerne in der Augenheilkunde oder einem verwandten Bereich arbeiten.

Würden Sie anderen empfehlen, ein Praktikum bei Schwind eye-tech-solutions zu absolvieren?

Auf jeden Fall! Die Menschen, die Kultur, die technische Kompetenz, zeichnen Schwind aus. Dieses Praktikum hat mir nicht nur geholfen aus professioneller Sicht zu lernen, sondern mich auch persönlich weitergebracht. Ich könnte das genauso gut eine lebensverändernde Erfahrung für mich und jeden, der hier ein Praktikum macht, beschreiben! Vielen Dank!

 

Teammeeting in Schwind Production | © Schwind eye-tech-solutions GmbH

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